Im Sommer hatte die Europäische Union (EU) neue Richtlinien veröffentlicht, um gegen die jüdische Siedlungspolitik vorzugehen. Demnach verbietet die EU die Zusammenarbeit mit allen israelischen Forschungseinrichtungen in Judäa und Samaria, dem sogenannten Westjordanland, sowie auf den Golanhöhen und im Ostteil Jerusalems. 2014 sollen diese Richtlinien in Kraft treten. Zudem soll Israel vom Forschungsprogramm „Horizon 2020“ ausgeschlossen werden, was den jüdischen Staat Forschungsgelder in Millionenhöhe kosten würde.
Israel schlug vor, alle Horizon 2020-Veranstaltungen innerhalb der Grenzen vor 1967 stattfinden zu lassen. Dieser Vorschlag wurde von der EU abgelehnt. Israel will unbedingt an dem anstehenden Forschungsprogramm teilnehmen. Damit könnten Hunderte Millionen Euro in israelische Forschungsprojekte fließen. Die Frage ist nur, wie sich Israel dabei an die neue EU-Richtlinie halten kann, die jegliche Kooperation mit jüdischen Siedlungen ausschließt. Wenn Israel nicht mit seinen Forschungseinrichtungen außerhalb der Grenzen von 1967 zusammenarbeiten darf (beispielsweise der Universität in Ariel), wird der jüdische Staat nicht in der…